Integrated Data: Datenarchitektur als strategischer Wettbewerbsvorteil
Daten sind die wichtigste Ressource systematischer Asset Manager – doch ihr Wert kommt erst mit der richtigen Architektur voll zur Geltung. Im Interview erklärt Andreas Detering, Head of Data, warum die Zusammenführung von Anlagedaten auf einer einheitlichen Plattform weit mehr als ein IT-Projekt ist und wie Kunden direkt davon profitieren.
In Kürze
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Verlässliche Datenbasis: Quoniam baut eine moderne, zentralisierte Datenarchitektur auf Basis von der dynamischen, flexiblen Cloud-Datenbank Snowflake.
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Schneller zum Signal: Integrated Data verkürzt die Time-to-Signal und ermöglicht es, mehr und komplexere Daten effizient zu nutzen.
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Konsequente Herangehensweise: Quoniam verbindet technisches und fachliches Know-how systematisch und geht Datenarchitektur ganzheitlicher an.
Wie wird aus Daten ein strategischer Vorteil? Andreas Detering, Head of Data, erklärt, warum Integrated Data bei Quoniam weit mehr ist als eine technische Modernisierung: Es schafft eine zentrale, verlässliche Datenbasis, verkürzt den Weg von der Investmentidee zum Signal und legt die Grundlage dafür, komplexere Daten und KI-Anwendungen systematisch, effizient und kontrolliert in den Investmentprozess zu integrieren.
Andreas, was verstehen wir bei Quoniam unter „Integrated Data“?
Integrated Data ist unser Ansatz, die historisch gewachsene Datenlandschaft von Quoniam grundlegend neu aufzubauen. Für uns sind Daten kein unterstützender Aspekt, sondern das zentrale Element unseres Investmentprozesses. Daher ist eine moderne Datenarchitektur kein reines IT Thema, sondern ein strategischer Wettbewerbsvorteil. Mit Integrated Data schaffen wir eine zentrale, einheitliche Datenbasis, die es ermöglicht, Daten effizient zu verarbeiten und daraus Mehrwert in den Anlagestrategien zu generieren.
Eine moderne Datenarchitektur ist kein IT Projekt, sondern ein strategischer Wettbewerbsvorteil, der alle Unternehmensbereiche betrifft.
Andreas Detering
Head of Data
Warum war dieser Schritt notwendig?
Unsere bestehende Architektur ist im Laufe von mehr als 20 Jahren gewachsen. Das führte dazu, dass Daten auf verteilten Servern lagen, in unterschiedlichen Formaten vorgehalten wurden und nur schwer zugänglich waren. Wer Informationen benötigte, musste sie oft aus verschiedenen Systemen zusammensuchen und aufwendig vereinheitlichen. Das ist in der Branche und generell nach einem solchen Zeitraum konstanter Entwicklung nicht ungewöhnlich, kostet aber Zeit. Genau hier setzt Integrated Data an: Die Initiative soll Prozesse vereinfachen, mehr Zeit für Innovation schaffen und damit maßgeblich dazu beitragen, das Potenzial von KI vollumfänglich zu nutzen.
Wie sieht das Zielbild aus?
Im Kern besteht Integrated Data aus drei Bausteinen:
- Eine zentralisierte Datenarchitektur auf Snowflake, auf der wir unsere Daten strukturiert und skalierbar ablegen.
- Der Unified Data Hub, eine API Schnittstelle, die einen einheitlichen und einfachen Zugriff ermöglicht.
- Sicherstellung von konsistenten Berechnungen in der gesamten Firma mitstandardisierten Business Logik Paketen. Das reduziert Implementierungsaufwand und sorgt dafür, dass alle mit denselben Daten und Logiken arbeiten.
Integrated Data ermöglicht uns, mehr Daten schneller zu nutzen und daraus bessere Investmentsignale abzuleiten – davon profitieren unsere Kunden unmittelbar.
Andreas Detering
Head of Data
Was bedeutet das konkret für Investoren?
Der wichtigste Effekt ist, dass wir Daten schneller anbinden und verarbeiten können. Das verkürzt unsere Time to Signal erheblich – also die Zeit, die wir von der Erforschung der Investmentidee bis zur Umsetzung im Portfolio benötigen. Wir können neue Datensätze schneller testen, effizienter in Research einbinden und daraus neue Signale entwickeln. Das zahlt direkt auf unsere Kernaufgabe ein: Hervorragendes Portfoliomanagement und Alpha Generierung für unsere Kunden. Zusätzlich ermöglicht die saubere Datenbasis ein schnelleres, flexibleres Reporting und individuellere Analysen.
Welche Rolle spielt eine moderne Datenarchitektur beim Einsatz von künstlicher Intelligenz?
Eine leistungsfähige KI benötigt saubere, einheitliche Datenstrukturen. Nur so lassen sich Ergebnisse verlässlich prüfen und validieren. Integrated Data schafft genau diese Grundlage. Das gilt für Prozessautomatisierung im Research, für die Generierung von Investmentsignalen ebenso wie für den Einsatz von Machine Learning Modellen in Forecasts.
Künstliche Intelligenz kann ihr Potenzial nur entfalten, wenn sie auf sauberen, einheitlichen Daten basiert. Genau dafür schafft Integrated Data bei Quoniam die unverzichtbare Grundlage.
Andreas Detering
Head of Data
Viele Marktteilnehmer sprechen von zentraler Datenhaltung. Worin unterscheidet sich Quoniam?
Der Unterschied liegt in der Konsequenz. Zentralisierung wird oft propagiert, aber selten ganzheitlich umgesetzt. Wir investieren bewusst viel Aufwand, Zeit und Ressourcen, um Silos nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch zu überwinden. Dazu gehört auch, dass wir Daten nicht nur zentral speichern, sondern vollständig mappen und einheitlich strukturieren. Das ist aufwendig, schafft aber langfristig enorme Effizienzgewinne.
Das Projekt betrifft große Teile der Organisation. Was war eine der wichtigsten Erkenntnisse bisher?
Dokumentation und Wissenstransfer sind entscheidend. Bis vor einigen Jahren war viel Know how bei einzelnen Personen gebündelt. In einer skalierbaren Datenarchitektur muss Wissen transparent und für viele nutzbar sein. Das ist ein kultureller Wandel, aber eine zentrale Voraussetzung, damit Integrated Data langfristig erfolgreich ist.
Wie ordnest du Quoniam im Wettbewerbsvergleich ein?
Ich bin überzeugt, dass wir hier sehr weit vorne sind – sowohl im Vergleich zu klassischen fundamentalen Häusern als auch zu vielen quantitativen Wettbewerbern. Die Kombination aus technischer Exzellenz, fachlichem Know how und der klaren strategischen Verankerung des Themas Daten ist aus meiner Sicht ein echter Differenzierungsfaktor. Davon profitieren am Ende unsere Kunden.
Fazit
Integrated Data ist für Quoniam ein zentraler Baustein, um die Vorteile systematischen Investierens weiter auszubauen. Eine einheitliche Datenarchitektur macht Daten schneller verfügbar, erleichtert die Verarbeitung komplexer Informationen und verkürzt den Weg von der Investmentidee zum Signal.
Für Investoren zählt dabei vor allem der Beitrag zu besseren Entscheidungen, effizienterem Research und robusten Investmentprozessen. Entscheidend ist die konsequente Verbindung von technischer Exzellenz, fachlichem Know-how und klarer Governance.