Integration indikativer Liquiditätsdaten in das Management von Unternehmensanleihen

Die Bestimmung der Liquidität ist ein Schlüsselfaktor für das erfolgreiche Management von Unternehmensanleihen. In unserem neuen White Paper zeigen wir, wie die Einbeziehung von indikativen Liquiditätsdaten in den Portfoliokonstruktionsprozess genauere Schätzungen der Handelbarkeit, des handelbaren Volumens und der Transaktionskosten ermöglicht. Darüber hinaus wird die relative Performance des Portfolios verbessert.

Die Quoniam-Autoren Dr. Harald Henke, Max Geilen und Tobias Stein, CFA, haben den Wert von Liquiditätsinformationen für das Management von Corporate-Bond-Portfolios untersucht und gezeigt, wie indikative Liquiditätsinformationen zu besseren Schätzungen von Liquidität, Handelbarkeit und Transaktionskosten beitragen können.

Die Steuerung der Liquidität auf dem Markt für Unternehmensanleihen ist eine Herausforderung für Manager von Unternehmensanleihen. Im Gegensatz zum Aktienmarkt findet der Großteil des Handels mit Anleihen nicht an regulierten Börsen statt, sondern auf außerbörslichen Märkten, wo Käufer einer Anleihe einen willigen Verkäufer finden müssen und es kein öffentlich zugängliches Orderbuch gibt. Investoren müssen daher die vorhandene Liquidität in Unternehmensanleihen erkennen und anderen Investoren beim Handeln zuvorkommen.

In dieser Studie werden indikative Liquiditätsinformationen verwendet, um ihre Auswirkungen auf den Konstruktionsprozess von Unternehmensanleiheportfolios zu analysieren. Im ersten Abschnitt wird die Liquidität im Markt für Unternehmensanleihen näher untersucht. Anschließend beschreiben wir die von uns verwendeten Vorabinformationen und zeigen deren Auswirkungen auf die Bestimmung von Liquidität, Handelbarkeit, Transaktionskosten und Performance.

„Die Einbeziehung von Vorabdaten reduziert den Anteil der fälschlicherweise als nicht handelbar klassifizierten Anleihen erheblich. Darüber hinaus schneidet ein Faktorportfolio, das aus einem investierbaren Universum auf Basis von Vor- und Nachhandelsdaten konstruiert wurde, besser ab als ein Portfolio, das nur Nachhandelsdaten enthält.“

Dr Harald Henke,
Head of Fixed Income Strategy

Kerngedanken

  • In dieser Studie wird die Integration von indikativen Liquiditätsdaten in den Portfoliomanagement-Prozess für USD IG Bonds analysiert, indem ermittelt wird, welche Anleihen in welchem Umfang, zu welchen Kosten und mit welchem Performance-Effekt handelbar sind. Wir verwenden beispielsweise indikative Geld- und Briefkurse und integrieren diese Daten in den Prozess der Liquiditätsbestimmung.
  • Wir stellen fest, dass indikative Liquiditätsdaten den Anteil des Universums, der korrekt als handelbar klassifiziert wird, signifikant erhöhen, die Vorhersagekraft des gehandelten Volumens verbessern und helfen, den Schätzfehler für die Transaktionskosten zu reduzieren.
  • Ein Backtest verschiedener liquider Universen, mit und ohne Vorabdaten, zur Bestimmung des liquiden Universums, zeigt jährliche Performanceunterschiede von bis zu acht Basispunkten.
  • Information ist der Schlüssel zum Erfolg, insbesondere in einem undurchsichtigen außerbörslichen Markt wie dem für Unternehmensanleihen. Die Einbeziehung vorbörslicher Daten in den Investmentprozess kann die Performance von Unternehmensanleiheportfolios steigern. Da systematische Strategien am meisten von einem liquiden Handel profitieren, ist es ein entscheidendes Merkmal quantitativer Faktorstrategien, die Herausforderungen der Liquiditätsermittlung richtig zu meistern.

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